| Die ältesten Zeugnisse für die Anwendung von Nadeln zu Heilzwecken sind Steinnadeln, die bei Ausgrabungen in China gefunden wurden. Sie stammen z. T. aus der Zeit des sagenumwobenen "Gelben Kaisers" Huang Ti, der von 2698 bis 2598 v.Chr. gelebt haben soll. Ihm wird das Standardwerk der altchinesischen Medizin, das "Nei Ching", zugeschrieben.
Der Akupunkturtherapeut berücksichtigt die Zusammenhänge zwischen der Natur und dem kranken Menschen. Eine Akupunkturbehandlung hat zum Ziel, den Organismus auszugleichen, die Harmonie zwischen Geist und Körper mit seinem Umfeld wieder herzustellen und gegen schädigende Einflüsse widerstandsfähiger zu machen. Bei Gesundheit fließt die Lebensenergie (die Chinesen bezeichnen diese als „Chi" oder „Qi") in Harmonie, die Funktionen der einzelnen Organe sind kräftig und ungestört. Krankheiten sind in der Akupunktur auf eine Störung im Fließen der Lebensenergie zurückzuführen. Es kann eine Schwäche oder eine Fülle der Lebenskräfte vorliegen. Auch eine Blockade im Fluss der Lebensenergie kann Schmerzen oder andere Gesundheitsstörungen und Krankheiten hervorrufen.
Besonders gerne wende ich eine Kombination von Körper- und Ohrakupunktur begleitend neben einer Behandlung des Bewegungsapparates (z.B. Wirbelsäule, Knie- oder Schultergelenk) an.
Die heute angewandte Ohrakupunktur geht auf den französischen Arzt Dr. Nogier zurück. Dr. Nogier fand heraus, dass sich in den Ohren Reflexzonen für den gesamten Körper finden. Die Topographie entspricht einem Embryo im Mutterleib, der auf dem Kopf steht. Diese Methode ist besonders erfolgreich, schnell und schmerzunempfindlich. Zusätzlich hat sich die Ohrakupunktur als Unterstützung zu einer Diät und zur Rauchentwöhnung bewährt. |
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